13
08/09
13. August 2009
Travelcuts Tel Aviv
Wohnen
Das Bnei Dan Guest House ist eine nette günstige Herberge, allerdings allzu anspruchsvoll darf man nicht sein. Ich rate eher (und das wirklich nur hier) zu einem der großen Hotelketten & Kästen entlang des breiten Sandstrandes. Wer ein bisschen Zeit investiert und Preisvergleiche anstellt, wird im Hotel Carlton, Hilton oder Sheraton ein respektables Preis-Leistungsverhältnis erleben. All diese Hotels haben einen tollen Meerblick, einen Pool auf dem Dach, ein Spa & Fitness Center sowie sonstige Annehmlichkeiten. Vor allem der Blick von ganz oben auf das bunte Strandleben ist schon einen Teil des Zimmerpreises wert.
Ausgehen
Redewendungen wie „Das Leben findet auf der Straße statt” oder „Das Glück liegt auf der Straße” etc. sind hier keine abgedroschenen Floskeln, sondern pure Realität.
LIVE THE MOMENT, das wird hier zelebriert, der Augenblick führt in TEL AVIV Regie und alle ordnen sich dem gerne unter. Es gibt eine Menge Vorurteile dem Land gegenüber und auch der Stadt. Die Erwartungen sind demnach oft entsprechend durchwachsen, aber ich kann nur allen offenen, jungen oder junggebliebenen Schöngeistern und Genießern raten: Kommen Sie nach TEL AVIV, Sie werden nicht enttäuscht sein, sondern – einmal hier gewesen – immer wieder hierhin zurückkehren wollen!
Besonders hipp derzeit sind das Restaurant Zepra, (Yigall Allon 96) der Wallpaper Guide krönte es sogar zum weltbesten Restaurant und betitelt es mit „stunning”.
Und natürlich die wunderbare BAR Whisky a Gogo (Hataarocha 3, Tel Aviv Port), die von Sonntag bis Samstag von 21 Uhr 30 bis „the last customer” (Originaldefinition) geöffnet hat.
Beaches
Eine Großstadt am Meer definiert Beachlife, im Vergleich zu typischen Touristikorten (wo so manche Rothaut mit Sonnenschutzfaktor, Schirm und nur wenig Charme in den Kampf zieht) immer etwas anders. Ganz besonders aber hier in Tel Aviv. Der hiesige Strand ist das eigentliche Zentrum der Stadt: hier wird gegessen, gespielt ( Beach- oder Volleyball, Backgammon…), gekickt, getratscht, getanzt und natürlich auch geplanscht, getaucht und vor allem gelacht und gelebt! Picknick ist hier eine Religion und der Snack das Gebet zwischendurch!
Meine Lieblingsstrandlocation ist das LA LA Land, Resto & Beach, am Gordon Beach. Es ist einfach so wunderbar lässig, seine Füße in den Sand zu stecken und der Sonne beim Untergehen Gesellschaft zu leisten, ganz nebenbei an Humus und anderen Leckereien zu naschen und die wunderschönen, durchtrainierten, freundlichen Menschen zu beobachten… hier ist alles eben LA LA LA LA…
Shopping
Es lebe die Klimaanlage, denn selbst als hartgesottene Hardcore-Shopperin, wie ich eine bin, hält man in den bunten, lauten, herrlich orientalisch-belebten Einkaufstraßen wie Allenby-Shenkin- oder King-George-Street nur eine gewisse Zeit stand. Die hierzulande herrschende Hitze hat wohl die vielen sterilen Shopping-Malls und Einkaufscenter (vor allem an der berühmten Dizengoff Street) so beliebt gemacht. Ohrenbetäubende Musik dröhnt hier mit der bis auf 18 Grad hinunter gefrorenen Air Condition um die Wette. Aber die vielen Schnäppchen, besonders bei Casual & Sports Wear heizen einem schon wieder ein.
Aber auch die bekannten Luxus Brands findet man bei Kikar Ha’Medina, auch das „Medina Circle” genannt. Hier habe ich im Abverkauf mächtig zugeschlagen und ganz nebenbei im L’Autre Chose (44, Hey Beiyar Street) den nettesten Schuhverkäufer „ever” kennen gelernt. (By the way: „Thank you Kobi!”)
Gesucht – Gefunden
In New York wollte ich es erleben, einen Beauty Salon, der rund um die Uhr offen hat, jedoch das 24 hours Hairparty Spa erwies sich als Flop. Und hier, mitten in der geschäftigen Dizengoff Street, habe ich das ultimative Mekka der Schönheitspflege gefunden, beinahe rund um die Uhr geöffnet und stets knall voll, mit lauter schönen jungen Israelinnen. Ja hier lässt sich’s hübsch aushalten! Erwartungen werden hier nicht nur erfüllt, sondern ziemlich sicher übertroffen: Yullia.
Don’t miss
Der Antiquitäten & Kunstmarkt in der Altstadt von Jaffa. Nirgendwo sonst trifft Kitsch auf Kunsthandwerk mit derart wunderbarer Selbstverständlichkeit, wie hier in der Altstadt (Sonntag bis Donnerstag von 9 Uhr bis 17 Uhr, Freitag nur bis 14 Uhr).
Trendspy
Alber Elbaz, seit 2002 Chefdesigner der frz. Traditionsmarke LANVIN, ist einer der bekanntesten Designer, die Tel Aviv zu bieten hat. Seine bunte, unkonventionelle, aber doch elegante Note ist sicherlich u.a. auch von dem bunten Treiben Tel Avivs inspiriert.
Good 2 know
Der Shabbes, Sabbat oder Samstag entspricht quasi unserem Sonntag und ist hier wirklich heilig. Strenggläubige dürfen nach Einbruch der Dunkelheit (von Freitagabend bis Samstagabend) nicht arbeiten und eigentlich auch nicht ausgehen. Den Kindern ist es aber erlaubt und somit beleben ab Freitagabend tausende, fröhliche Kinder die Straßen Tel Avivs – das muss man wirklich erlebt haben!
Geburtstag
1909 bis 2009 – die Stadt ist in diesem Jahr 100 Jahre jung! Ein Grund zum Feiern, am besten in Tel Aviv selbst!
Links: Tel Aviv City Guide







RSS














Österreich
Deutschland